IJährlich erkranken etwa eine Million Menschen an Gürtelrose, basierend auf Daten aus den Vereinigten Staaten. Zudem wurde festgestellt, dass rund 10 % der Menschen, die an Windpocken erkrankt waren, später Gürtelrose entwickeln können. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Informationen zu dieser Erkrankung vor, darunter Symptome, Ursachen und Risikofaktoren
Was ist Gürtelrose – Was Sie wissen sollten
Was ist Gürtelrose?
Gürtelrose (medizinisch: Herpes Zoster) ist eine Virusinfektion, die einen schmerzhaften Hautausschlag verursacht. Die betroffenen Hautareale können an jeder Stelle des Körpers auftreten. Verursacht wird die Erkrankung durch das Varizella-Zoster-Virus – dasselbe Virus, das Windpocken auslöst.
Nach einer Windpockeninfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und liegt in den Spinalganglien in einem ruhenden Zustand vor. Jahre später kann es reaktiviert werden und sich als Gürtelrose manifestieren.
Obwohl Gürtelrose in der Regel nicht lebensbedrohlich ist, kann sie für Betroffene sehr schmerzhaft sein. Es ist wichtig zu beachten, dass die Erkrankung hoch ansteckend ist. Eine infizierte Person ist so lange ansteckend, bis alle Bläschen verkrustet sind.

Welche Symptome hat Gürtelrose?
Das erste und häufigste Symptom der Gürtelrose ist Schmerz. Je nach Lokalisation kann dieser fälschlicherweise mit Herz-, Lungen- oder Nierenproblemen verwechselt werden. Ein weiteres typisches Symptom ist der Hautausschlag, der sich meist als streifenförmige Bläschen auf der linken oder rechten Seite des Rumpfes entwickelt. In manchen Fällen tritt der Ausschlag auch um ein Auge oder einseitig am Hals oder im Gesicht auf.
Weitere Symptome können sein:
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Geschwollene Lymphknoten
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Gruppen kleiner Bläschen, die von selbst aufplatzen
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Kribbeln oder Brennen auf oder unter der Haut
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Fieber
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Schüttelfrost
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Kopfschmerzen
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Müdigkeit
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Lichtempfindlichkeit
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Magenbeschwerden

Stadien der Gürtelrose
Die Erkrankung lässt sich in drei Stadien einteilen:
1. Vorstadium (prodromales Stadium)
Die Haut fühlt sich empfindlich oder kribbelnd an, und es treten Schmerzen in bestimmten Körperbereichen auf. Zusätzlich können allgemeine Symptome einer Virusinfektion wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein auftreten. Dieses Stadium beginnt etwa 48 Stunden vor dem Auftreten des Ausschlags.
2. Akutes Stadium (Eruptionsstadium)
In dieser Phase entstehen schmerzhafte Bläschen, die aufplatzen und verkrusten können. Dies ist die ansteckendste und meist auch schmerzhafteste Phase der Erkrankung. Sie dauert in der Regel 2–4 Wochen.
3. Chronisches Stadium
Wird die Infektion chronisch, halten die Schmerzen länger als vier Wochen an. Da Gürtelrose auch das Nervensystem betrifft, können ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln oder Muskelzuckungen auftreten, ohne dass die Haut berührt wird.

Risikofaktoren
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Alter – Das Risiko für Gürtelrose steigt mit zunehmendem Alter. Die Erkrankung tritt am häufigsten bei Menschen über 50 Jahren auf.
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Begleiterkrankungen – Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen, erhöhen das Risiko.
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Chemotherapie oder Strahlentherapie – Diese Behandlungen können das Immunsystem unterdrücken.
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Bestimmte Medikamente – Einige Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen, erhöhen ebenfalls die Anfälligkeit.